Armand Duplantis strebt Weltrekord bei Weltklasse Zürich an

Stabhochspringer Armand Duplantis will bei Weltklasse Zürich einen Weltrekord aufstellen - Neue Zürcher Zeitung

Duplantis’ Ambitionen in Zürich

Der Stabhochspringer Armand Duplantis hat angekündigt, bei Weltklasse Zürich einen Weltrekord aufstellen zu wollen. Der 26-jährige Athlet, bekannt unter dem Spitznamen «Mondo», hat bereits fünfzehn Weltrekorde an zwölf verschiedenen Orten erzielt. Er möchte sich in Zürich, einem der geschichtsträchtigsten Leichtathletik-Meetings, verewigen. Die Wetterbedingungen für den Donnerstagabend werden als sehr gut eingeschätzt, was Duplantis optimistisch stimmt, eine hohe Leistung zu erbringen.

Duplantis, ein schwedisch-amerikanischer Doppelbürger, wuchs in den USA auf und stellte bereits als Siebenjähriger Altersklassen-Weltrekorde auf. Seit 2020 hat er fünfzehn Weltrekorde bei den Aktiven aufgestellt, wobei der aktuelle Rekord bei 6,31 m liegt. Er ist zweifacher Olympiasieger, siebenfacher Weltmeister (indoor und outdoor) sowie vierfacher Europameister. Derzeit lebt er in Monaco und ist mit dem schwedischen Model Desiré Inglander verheiratet.

Wachsende Konkurrenz und Motivation

Die Konkurrenz im Stabhochsprung hat sich verstärkt, was Duplantis als positiv empfindet. Bei der Athletissima in Lausanne lieferte er sich kürzlich ein Duell mit Emmanouil «Manolo» Karalis, der mit 6,16 m zum zweitbesten Stabhochspringer der Geschichte wurde. Duplantis selbst sprang in diesem Wettkampf 6,21 m. Er sieht in der stärkeren Konkurrenz eine neue Energie, die sowohl für ihn als auch für das Publikum spannend ist. Er betont, dass der Kampf mit einem Gegner ihm am meisten Freude bereitet.

Duplantis erklärte, dass es mental und körperlich einen Unterschied macht, ob er lange um den Sieg kämpfen muss oder Zeit für Weltrekordversuche hat. Der Sieg hat für ihn immer Priorität. Er sieht sich als Teil einer Kettenreaktion, die das Niveau im Stabhochsprung insgesamt anhebt. Er möchte, dass der Stabhochsprung als «cool» wahrgenommen wird, ähnlich wie es sein Vater, ein ehemaliger Stabhochspringer, ihm vermittelte.

Um seinen Geist frisch zu halten, probiert Duplantis neben dem Sport auch Neues aus, wie Musik machen oder Golf spielen. Er ist sich bewusst, dass ein zu starkes Vereinnahmen durch die eigene Tätigkeit schwierig werden kann. Die Motivation wandelt sich auch mit Veränderungen im Leben, wie seiner Hochzeit und dem Umzug.

Weitere Highlights bei Weltklasse Zürich

Neben dem Stabhochsprung der Männer sind bei Weltklasse Zürich weitere hochkarätige Wettbewerbe geplant. Im Weitsprung der Männer hofft Simon Ehammer, an seine frühere Leistung anzuknüpfen, obwohl Miltiadis Tentoglou sowohl bei der EM als auch in Lausanne einen Triumph Ehammers verhinderte. Im 400 m Hürden der Männer trifft Karsten Warholm auf Alison dos Santos, der Warholm in dieser Saison bereits dreimal über diese Distanz geschlagen hat.

Bei den 100 m Hürden der Frauen wird ein Dreikampf zwischen Weltmeisterin Ditaji Kambundji, Olympiasiegerin Masai Russell und Weltrekordhalterin Tobi Amusan erwartet. Auch Annik Kälin, die sich in einer anderen Spezialdisziplin versucht, wird teilnehmen. Im 800 m der Frauen tritt die frischgebackene Europameisterin Audrey Werro an, um ihren Vorjahressieg im Stadion Letzigrund zu wiederholen.

Die 100 m der Frauen versprechen ebenfalls Spannung mit Melissa Jefferson-Wooden, die in dieser Saison in der Diamond League noch ungeschlagen ist. Ihre grösste Herausforderin ist Julien Alfred. Im 3000 m Steeple der Frauen sind Peruth Chemutai, Faith Cherotich und Doris Lemngole die Favoritinnen, die in dieser Saison bereits die 9-Minuten-Marke unterboten haben.

Source: nzz.ch

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fussball, Super League und internationale Wettbewerbe.