Dortmund beendet Poker um El Mala und sucht Alternativen

Borussia Dortmund hat die Verhandlungen um Said El Mala offiziell beendet. Am Freitag erklärten die Dortmunder Verantwortlichen, dass sie kein weiteres Angebot für den Spieler abgeben werden. Carsten Cramer, Klub-Chef von Borussia Dortmund, betonte, dass der Verein ein werthaltiges Angebot unterbreitet habe, aber die wirtschaftliche Vernunft nicht ausser Acht gelassen werden dürfe.
Die Entscheidung, aus dem Poker um El Mala auszusteigen, wurde von Dortmund getroffen, nachdem Köln ein finales Angebot abgelehnt hatte. Lars Ricken, Sport-Boss des BVB, zog daraufhin einen Schlussstrich unter die Verhandlungen. Diese Entwicklung bedeutet, dass El Mala voraussichtlich beim 1. FC Köln bleiben wird, was dort intern bereits erwartet worden war.
Kaderplanung in Dortmund und Köln
Nach dem Ende der Verhandlungen mit El Mala richten sich die Erwartungen bei Borussia Dortmund nun auf die sportliche Führung. Cramer und Präsident Hans-Joachim Watzke erwarten von Lars Ricken und Sportdirektor Ole Book, dass der Kader in der aktuellen Transferperiode noch deutlich verstärkt wird. Bereits während der Gespräche um El Mala hatte der BVB alternative Optionen in Betracht gezogen.
Beim 1. FC Köln hingegen wird der Verbleib von El Mala positiv aufgenommen. Jörn Stobbe, ein Verantwortlicher des 1. FC Köln, zeigte sich erfreut über die Nachricht, dass Borussia Dortmund aus dem Poker ausgestiegen ist. Er ist überzeugt, dass der Verbleib für El Mala und den Verein der richtige Schritt ist, auch wenn der Spieler sich Berichten zufolge bereits mit dem BVB auf einen Fünfjahresvertrag und eine erhebliche Gehaltserhöhung geeinigt hatte.

Der 1. FC Köln plant nach dem Ende des El Mala-Pokers weitere Kaderentscheidungen. Die Leihgeschäfte von Thijs Dallinga und Mikey Moore stehen bevor. Die Verpflichtung von Thijs Dallinga, dessen Leihe als perfekt gemeldet wird, soll nur noch eine Frage des Medizinchecks und der Vertragsunterschrift sein. Eine grundsätzliche Einigung mit dem niederländischen Stürmer und seinem Club Bologna wurde bereits erzielt, und die Freigabe für die Reise nach Köln ist offenbar erfolgt.
Auch bei Mikey Moore besteht Einigkeit mit dem Spieler und Tottenham Hotspur über eine Leihe, wobei die Freigabe für den Medizincheck noch aussteht. Wie bei Bologna geht es Tottenham darum, zuerst für personellen Ersatz zu sorgen.
Weitere Transferaktivitäten
Neben den Verstärkungen für die Offensive sucht der 1. FC Köln weiterhin intensiv nach einem Sechser. Dabei soll neben Rani Khedira von Union Berlin auch Ellyes Skhiri wieder ein Thema sein. Obwohl es während des Trainingslagers hiess, dass eine Rückkehr des Tunesiers ausgeschlossen sei, gibt es nun andere Informationen aus Frankfurt.
Berichten zufolge sind sich der 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt weiterhin einig bezüglich eines Wechsels von Skhiri. Die Gehaltsvorstellungen des Spielers sollen jedoch noch einem Transfer im Wege stehen. Der 1. FC Köln soll ein Jahresgehalt von 1,5 Millionen Euro bieten, während Skhiri eine höhere Summe fordert. Die Verhandlungen im Hintergrund sollen jedoch noch andauern.
Ob es zu einer Einigung kommt, hängt für beide Seiten auch von den Alternativen ab. Der 1. FC Köln war bei seiner Suche nach einem Sechser bisher nicht erfolgreich und blitzte unter anderem bei Vinícius Souza von Wolfsburg ab. Skhiri wurde zwar mit mehreren Clubs, darunter dem FC Sevilla, in Verbindung gebracht, ist aber weiterhin ein freigestellter Spieler von Eintracht Frankfurt.
Source: bild.de