Isle of Man: Zwei Todesfälle bei Motorradrennen

Nach verunglücktem Schweizer – nächstes Todesopfer bei gleichem Töff-Rennen

Tragische Vorfälle beim Manx Grand Prix

Die Motorradrennsportgemeinschaft trauert um zwei Fahrer, die bei Unfällen während der Qualifikationsrunden des Manx Grand Prix auf der Isle of Man ums Leben kamen. Zuerst verunglückte der Schweizer Mauro Poncini, gefolgt vom Briten Sam Naughton am darauffolgenden Tag.

Mauro Poncini, ein 29-jähriger Tessiner, erlitt am Dienstagabend tödliche Verletzungen während der zweiten Qualifikationssitzung. Die Organisatoren des Manx Grand Prix bestätigten den Vorfall, bei dem auch ein zweiter Fahrer beteiligt war, der leichte Verletzungen davontrug. Die Swiss Moto Federation äusserte sich tief betroffen über den Verlust und beschrieb Poncini als einen leidenschaftlichen und engagierten Fahrer, der seine Begeisterung für den Sport von ganzem Herzen lebte.

Poncini nahm in diesem Jahr zum ersten Mal am Manx Grand Prix teil. Er galt als erfahrener Strassenrennfahrer und war unter anderem in der International Road Racing Championship aktiv. In den Jahren 2024 und 2025 belegte er in der Supersport-Kategorie jeweils den siebten Rang. Vor dem Finalrennen in Frohburg lag er in der laufenden Meisterschaft auf dem fünften Platz.

Zweiter Todesfall und fortgesetztes Rennen

Nur einen Tag nach dem Unfall von Poncini forderte das Rennen ein weiteres Todesopfer. Der 37-jährige Brite Sam Naughton aus Castletown auf der Isle of Man kam am Mittwoch bei einem Unfall am berüchtigten Doran’s Bend ums Leben. Naughton hatte bereits 2025 bei diesem Event debütiert. Sein Unfall ereignete sich während der dritten Qualifikationsrunde. Die Rennleitung des Manx Grand Prix Races drückte ihr tiefstes Beileid seiner Ehefrau Charlotte, seinen Kindern Bonnie, Liam, Jesse und Parker sowie seiner Familie und seinen Freunden aus.

Trotz dieser tragischen Ereignisse soll der Manx Grand Prix wie geplant bis zum 28. August fortgesetzt werden. Die Rennen finden auf der Isle of Man statt, auf derselben Strecke wie die Isle of Man TT, die als eines der gefährlichsten Motorradrennen der Welt gilt.

Die Strecke des Manx Grand Prix ist bekannt für ihre Risiken, da sie nicht auf einer klassischen Rennstrecke mit grosszügigen Auslaufzonen, sondern auf abgesperrten öffentlichen Strassen ausgetragen wird. Sie führt durch Dörfer, über Landstrassen und den Mountain Course der Isle of Man. Leitplanken, Mauern, Randsteine und Häuser befinden sich deutlich näher an der Fahrbahn als auf permanenten Rennstrecken, was Fehler oder technische Probleme besonders schwerwiegende Folgen haben lässt. Wie bei solchen Vorfällen üblich, läuft eine Untersuchung durch mehrere Behörden.

Die Swiss Moto Federation gab am Mittwoch auf Instagram die traurige Nachricht über den Tod von Mauro Poncini bekannt.

Source: blick.ch

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fussball, Super League und internationale Wettbewerbe.