Birmingham: Kälin verpasst Siebenkampf-Medaille, Frauenstaffel im EM-Final

Leichtathletik-EM: Siebenkampf - Keine Medaille: Kälin bleibt der undankbare 4. Rang

Kälin erreicht den vierten Rang im Siebenkampf

Die Siebenkämpferin Annik Kälin konnte bei der Leichtathletik-EM in Birmingham keine Medaille gewinnen. Nach einem soliden ersten Tag, an dem sie zwischenzeitlich den sechsten Rang belegte, verbesserte sie sich zwischenzeitlich an die Spitze. Am Ende des Wettbewerbs erreichte die Bündnerin den undankbaren vierten Platz mit insgesamt 6630 Punkten.

Kälins Hoffnungen auf eine Medaille, ihre zweite nach Bronze im Jahr 2022 in München, waren bereits vor dem abschliessenden 800-m-Lauf gesunken. Obwohl sie im Weitsprung eine Weite von 6,81 m erzielte, was nahe an ihrem Bestwert von 6,90 m liegt, konnte sie keinen ausreichenden Vorsprung auf die Konkurrenz herausarbeiten. Ihre Weitsprungleistung wurde durch irreguläre Windunterstützung von 3,8 m/s erzielt.

Zusätzlich zeigte sie im Speerwurf eine Leistung von 44,39 m, was fast 5 m unter ihrer persönlichen Bestmarke lag. Nach sechs Disziplinen lag Kälin auf dem vierten Platz mit einem Rückstand von 34 Punkten auf den Bronzerang. Kniebeschwerden, die sich bemerkbar machten, stellten ein weiteres Handicap dar.

Im abschliessenden 800-m-Lauf erreichte Kälin eine Zeit von 2:12,87 Minuten, was nicht ausreichte, um das Podest zu erreichen. Die Bronzemedaille sicherte sich Sofie Dokter mit 6664 Punkten, wodurch der Rückstand von 34 Zählern auf Kälin bestehen blieb. Gemessen an ihrem Schweizer Rekord, den sie Ende Juni aufgestellt hatte, hätte Kälin eine Leistung von 6819 Punkten erzielen können.

O’Connor gewinnt Gold, Schweizer Staffeln mit gemischten Resultaten

Die Irin Kate O’Connor gewann die Goldmedaille im Siebenkampf mit insgesamt 6751 Punkten. Die 25-Jährige, die bereits bei der letztjährigen WM den zweiten Platz belegte, beerbte die verletzungsbedingt nicht startende Titelverteidigerin Nafissatou Thiam. Emma Oosterwegel aus den Niederlanden sicherte sich mit 6713 Zählern die Silbermedaille.

Die Schweizer Sprintstaffeln erlebten einen Tag mit gemischten Gefühlen. Die Frauenstaffel qualifizierte sich für den EM-Final in Birmingham. In der Besetzung Géraldine Di Tizio-Frey, Ajla Del Ponte, Léonie Pointet und Salomé Kora sprinteten sie in 42,38 Sekunden zum Seriensieg und erzielten die drittbeste Zeit aller Staffeln. Del Ponte äusserte sich zufrieden über die Teamleistung.

4×100-m-Frauenstaffel sprintet in Birmingham in den EM-Final
Géraldine Di Tizio-Frey, Ajla Del Ponte, Léonie Pointet, Salomé Kora (Photo: athletix.ch) Credit: swiss-athletics.ch

Der EM-Final der Frauenstaffel wird heute um 22.48 Uhr (Schweizer Zeit) ausgetragen. Die Männerstaffel, bestehend aus Timothé Mumenthaler, Daryl Bachmann, Felix Svensson und Jason Joseph, verpasste den Finaleinzug um eine Hundertstelsekunde. Sie liefen in 39,18 Sekunden und belegten den neunten Gesamtrang unter 16 Teams.

Im 1500-m-Vorlauf verpasste Delia Sclabas knapp den Finalplatz. Die Bernerin machte in der zweiten Serie mit einem starken Endspurt auf den letzten 100 Metern mehrere Plätze gut, verpasste den sechsten Rang jedoch um 11 Hundertstelsekunden mit einer Zeit von 4:09,09 Minuten. Joceline Wind belegte in der ersten Serie den achten Platz mit 4:10,95 Minuten, während Lilly Nägeli in derselben Serie den 15. Rang mit 4:19,28 Minuten erreichte.

Das Schweizer Fernsehen berichtet täglich umfassend über die EM und überträgt alle Wettkämpfe live.

Source: srf.ch

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fussball, Super League und internationale Wettbewerbe.