Wolfsburg besiegt Regionalligisten Altglienicke erst im Elfmeterschiessen

Der VfL Wolfsburg hat sich in einem Pokalspiel gegen den Viertligisten VSG Altglienicke erst nach einem Elfmeterschiessen durchgesetzt. Das Spiel, das in Berlin stattfand, sah lange Zeit nach einer möglichen Pokalüberraschung aus, da der Regionalligist dem Bundesliga-Absteiger Paroli bot.
Nach 90 Minuten stand es 2:2, und nach der Verlängerung 3:3. Erst im Elfmeterschiessen konnte der VfL Wolfsburg die Sensation verhindern und gewann schliesslich mit 9:8.
Spannender Spielverlauf und späte Tore
Die Partie begann mit einer Führung für den Regionalligisten. Jonas Nietfeld erzielte in der sechsten Minute das 1:0 für Altglienicke, was gleichzeitig das erste Gegentor für Wolfsburg in dieser Saison darstellte. Der Ausgleich für Wolfsburg fiel in der 55. Minute durch den eingewechselten Maximilian Arnold, der aus 28 Metern traf.
Die Freude der Wolfsburger währte jedoch nicht lange. In der 71. Minute unterlief dem Wolfsburger Torwart Jakub Zielinski ein Fehler, als er den Ball als letzter Mann an Jonas Saliger verlor, der daraufhin zum 2:1 für Altglienicke traf. Arnold glich erneut aus, diesmal sieben Minuten vor Schluss mit einem Freistoss.
In der 110. Minute ging Altglienicke erneut in Führung, als Mehmet Ibrahimi nach einem Fehler von Arnold zum 3:2 traf. Die Rettung für Wolfsburg kam drei Minuten vor Schluss, als Hauke Wahl eine Hereingabe von Reese zum 3:3 ins eigene Tor beförderte.
Elfmeterschiessen und kuriose Details
Im Elfmeterschiessen scheiterte Wolfsburgs Spieler Fabian Reese als vorletzter Schütze an Luis Zwick. Sven Sonnenberg von Altglienicke vergab den Matchball. Auch Mehmet Ibrahimi scheiterte als siebter Schütze. Die Entscheidung fiel, als Kilian Fischer für Wolfsburg traf.
Das Spiel fand im Stadion auf dem Wurfplatz statt, in der Nähe des Olympiastadions. Eine Kuriosität war, dass die Anzeigetafel im Stadion die Minuten über 90 hinaus nicht anzeigen konnte, weshalb eine Digitaluhr von vorne zählte und die Zuschauer die genaue Dauer der Verlängerung selbst errechnen mussten.
Trotz des Sieges zeigte der VfL Wolfsburg eine Leistung, die als «Horror-Vorstellung» beschrieben wurde. Es war kaum ein Klassenunterschied zu erkennen, die Mannschaft wirkte zweikampfschwach, offensiv harmlos und ideenlos. Trainer Tobias Strobl musste auf die verletzten Spieler Fraser Hornby mit Achillessehnen-Problemen und Robert Glatzel mit muskulären Problemen verzichten. Die Einwechslung von Arnold nach der Pause erwies sich jedoch als hilfreich.
Für John Brooks gab es ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein, da er nach muskulären Problemen sein Kader-Comeback für die Berliner gegen seinen früheren Arbeitgeber feierte, bei dem er von 2017 bis 2022 spielte. Auch für Wolfsburgs Reese war es eine besondere Begegnung, da er nach seinem Wechsel von der Hertha zum VfL erstmals nach Berlin zurückkehrte und bei seinen Ballkontakten Pfiffe von den Altglienicke-Fans erhielt.
Source: bild.de